Frank Völkel: Wie Smartest Home entstand
Ich bin in einer alten Villa aufgewachsen. Der Charme des Gebäudes, der Garten in Hanglage und die besondere Architektur haben mich früh geprägt. Gleichzeitig war dieses Haus technisch alles andere als komfortabel: Im Winter war es kalt, der Wind pfiff durch die Räume, vieles musste mühsam von Hand geregelt werden.
Schon als Kind fragte ich mich, warum ein Haus nicht selbst für Wärme, Licht, Schutz und Behaglichkeit sorgen kann. Aus dieser Vorstellung entstand mein Bild vom Haus als intelligente Maschine – nicht als kalte Technik, sondern als Gebäude, das seinen Bewohnern dient.
Viele Jahre später wurde daraus mein erstes eigenes KNX-Smart-Home in München. Und aus diesem Pionierprojekt entstand Smartest Home.
Mein erstes eigenes Haus in München wurde zugleich mein erstes KNX-Smart-Home
FRANK VÖLKEL
Pionier
„Vernetztes Bauen war damals noch Pionierarbeit"
Frank Völkel
Ein Haus, das sich anpasst
Als ich 2007 mein erstes eigenes Haus in München plante, war KNX im privaten Wohnbau noch weit von der heutigen Selbstverständlichkeit entfernt. Viele Elektriker hatten mit vernetzter Gebäudetechnik kaum Erfahrung – und kaum jemand dachte daran, ein Privathaus konsequent als technisches Gesamtsystem zu planen.
Ich wollte ein Haus, das sich nicht nur architektonisch reduziert und hochwertig zeigt, sondern sich im Alltag auf seine Bewohner einstellt: Licht, Beschattung, Raumklima, Musik, Zutritt und Sicherheit sollten zusammenwirken, ohne dass die Technik sichtbar in den Vordergrund tritt.
Deshalb konzipierte, plante und programmierte ich das Gebäude selbst. Am Ende verlegte ich jedes einzelne Kabel eigenhändig und entwickelte Lösungen, die es damals so nicht zu kaufen gab.
Das Haus verband KNX, Gira Homeserver, Türkommunikation, Zutritt per Code/RFID, Kameras, Visualisierung, Lichtstimmungen, Beschattung und Raumklima zu einem System. Weil passende Touchpanels in der benötigten Größe nicht verfügbar waren, baute ich wandbündige 17-Zoll-Touchpanels auf Basis von Industriedisplays. 2009 steuerte ich das Haus bereits über iPhone und iPad – zu einer Zeit, als mobile Smart-Home-Bedienung noch wie Zukunftsmusik wirkte.
Diese Erfahrung wurde zur Grundlage von Smartest Home: Gebäude nicht als Sammlung einzelner Produkte zu betrachten, sondern als vernetzte Infrastruktur, die Architektur, Technik, Bedienung und Alltag zusammenführt.
„Ich wollte kein Haus voller Technik. Ich wollte ein Haus, das Licht, Klima, Musik und Sicherheit selbstverständlich auf seine Bewohner abstimmt.“ Frank Völkel
Da ich damals keinen Elektriker fand, der bereit war, sich intensiv in vernetzte Gebäudetechnik einzuarbeiten, verlegte ich jedes einzelne Kabel eigenhändig. Dabei wurde schnell klar: Ein Smart Home entsteht nicht erst im Schaltschrank oder in der Programmierung, sondern bereits in der baulichen Planung.
In meinem ersten eigenen KNX-Haus plante ich deshalb einen zentralen Technikschacht ein. Hinter dem tragenden Kern der Küche liefen die Versorgungsleitungen für Elektro, Netzwerk, Heizung, Lüftung und Sanitär vom Keller bis ins Dach. So entstand eine technische Infrastruktur, die spätere Erweiterungen, Wartung und saubere Leitungsführung überhaupt erst möglich machte.
Weil es die benötigten Touchpanels damals nicht gab, entwickelte ich eigene wandbündige 17-Zoll-Touchpanels auf Basis von Industriedisplays. 2009 steuerte ich das Haus bereits per iPhone, 2010 per iPad – lange bevor mobile Smart-Home-Bedienung selbstverständlich wurde.
Die Erfahrungen aus diesem Projekt wurden zur Grundlage meines ersten Fachbuchs „Smart Home mit KNX“ und später zur Grundlage von Smartest Home.
Technik braucht Raum
Hinter der Küche liegt der zentrale Technikschacht des Hauses. Von hier aus wurden Elektro, Netzwerk, Heizung, Lüftung und Sanitär vom Keller bis ins Dach geführt.
Was heute selbstverständlich klingt, war damals im privaten Wohnbau ungewöhnlich: Gebäudetechnik wurde nicht nachträglich irgendwo untergebracht, sondern von Anfang an als Teil der Architektur mitgeplant.
Genau diese Planungstiefe ist bis heute entscheidend. Ein anspruchsvolles Smart Home entsteht nicht erst durch KNX-Programmierung, sondern durch ausreichend Raum für Leitungen, Verteilungen, Schnittstellen, Wartung und spätere Erweiterungen.
Als Smart Home noch Zukunft war
Mein rotes Haus in München verband reduzierte Architektur mit damals ungewöhnlich konsequenter Gebäudetechnik. Die klare Form, die rote Fassade und die frühe KNX-Integration machten das Gebäude schnell zu einem besonderen Ort – nicht nur für mich, sondern auch für Presse, Fernsehen und Filmproduktionen.
2012 wurde das Haus als Drehort für den Kinofilm „Dampfnudelblues“ genutzt. Auch bei den Dreharbeiten sorgte die Technik immer wieder für Aufmerksamkeit: automatisierte Beschattung, wandintegriertes 17-Zoll-Touchpanel, Visualisierung, Türkommunikation und Kamerameldungen waren im privaten Wohnbau damals noch alles andere als selbstverständlich.
In den folgenden Jahren berichteten unter anderem das Bayerische Fernsehen, der Stern, Die Welt und die Süddeutsche Zeitung über das Haus. Außerdem wurde es im Callwey-Buch „Haus & Auto“ vorgestellt und war Finalist beim Bauwelt Preis 2009.
Aus der Aufmerksamkeit für dieses Haus entstanden die ersten Anfragen von Bauherren und Architekten – und damit der Übergang vom eigenen Pionierprojekt zu den späteren Highend-KNX-Projekten von Smartest Home.
Die Haussteuerung lief über ein wandintegriertes 17-Zoll-Touchpanel und den Gira Homeserver. Während der Dreharbeiten sorgten vor allem die automatisierte Beschattung und die Visualisierung für Erstaunen: Für viele Beteiligte war ein Haus, das auf Sonne, Zutritt und Kamerameldungen reagiert, damals noch echte Zukunftstechnik.
Für das Haus interessierte sich die Presse und das Fernsehen, so dass in kurzer Zeit viele Veröffentlichungen auch zum Thema „Smart Home mit KNX“ entstanden. Ich bekam erste Anfragen von Bauherren ausschließlich für Villen-Projekte.
Das Haus wurde früh von Presse, Fernsehen und Buchverlagen aufgegriffen – als Beispiel für die Verbindung von Architektur, Design und vernetzter Gebäudetechnik.
Aus dieser Aufmerksamkeit entstanden die ersten Anfragen von Bauherren und Architekten, die nicht nur ein Smart Home suchten, sondern eine technische Konzeption für anspruchsvolle private Wohnhäuser.
Energie, Architektur und Smart-Home
Mein erstes KNX-Haus war nicht nur ein architektonisches Experiment, sondern auch ein technisches. Schon damals ging es mir darum, Gebäudeautomation, Energie, Ladeinfrastruktur, Sicherheit und Architektur zusammen zu planen.
Aus heutiger Sicht war vieles noch Pionierarbeit. Hardware, Software und Schnittstellen waren längst nicht so ausgereift wie heute. Viele Funktionen, die heute selbstverständlich wirken, mussten damals mit großem technischem Aufwand geplant, getestet und umgesetzt werden.
Gerade diese Erfahrung prägt unsere heutige Arbeit: Anspruchsvolle Smart-Home-Projekte brauchen nicht nur gute Produkte, sondern eine frühe, gewerkeübergreifende Konzeption. PV, Batteriespeicher, Wallbox, Netzwerk, Visualisierung und Gebäudetechnik müssen so geplant werden, dass sie langfristig funktionieren, wartbar bleiben und zur Architektur passen.
Die entscheidenden Erfahrungen entstehen auf der Baustelle – nicht im Datenblatt – FRANK VÖLKEL
Konzeption und Planung anspruchsvoller Smart-Home-Projekte
Mit den ersten Bauherrenprojekten wurde aus der eigenen Smart-Home-Erfahrung eine professionelle Planungsleistung. Viele Häuser wirken von außen bewusst zurückhaltend – im Inneren steckt jedoch eine komplexe technische Infrastruktur aus KNX, Licht, Beschattung, Sicherheit, Audio, Netzwerk, Raumklima und Visualisierung.
Unsere Aufgabe ist es, diese Technik frühzeitig zu strukturieren: in einer gewerkeübergreifenden Konzeption, einer sauberen Elektroplanung, klaren Schnittstellen zu Architekten, Innenarchitekten, HLS-, Küchen-, Bad-, Garten- und Poolplanern sowie in einer Planung, die später auf der Baustelle wirklich funktioniert.
Viele unserer Projekte bleiben aus Gründen der Privatsphäre anonym. Umso wichtiger sind präzise Pläne, klare Dokumentation und ein technisches Konzept, das Elektriker, Bauherren und alle beteiligten Gewerke nachvollziehen können – vom ersten Entwurf bis zur Inbetriebnahme.
Eine moderne KNX-Elektroplanung ist heute weit mehr als ein paar Leitungen und Symbole im Grundriss. Sie verbindet Architektur, Innenausstattung, Lichtplanung, Sicherheitstechnik, Netzwerk, HLS, Garten, Pool, Küche und spätere Visualisierung zu einem ausführbaren technischen Konzept.
Dafür braucht es saubere CAD-Daten, klare Schnittstellen zu allen Gewerken und eine Dokumentation, mit der Elektriker, Schaltschrankbauer, Bauherr und Planungsbeteiligte tatsächlich arbeiten können. Bei großen Projekten geht es schnell um mehrere tausend Meter Kabel, viele unterschiedliche Leitungstypen, zahlreiche Lichtgruppen, Sensoren, Aktoren, Netzwerkpunkte und Verteilerfelder.
Auch die Schaltschrankplanung entscheidet früh über Betriebssicherheit, Erweiterbarkeit und spätere Wartung. Was im Alltag einfach bedienbar wirken soll, muss im Hintergrund präzise geplant, sauber strukturiert und verständlich dokumentiert sein.
Was im Hintergrund komplex geplant wird, muss im Alltag einfach bedienbar bleiben. Bewohner sollen Licht, Beschattung, Raumklima, Sicherheit, Audio und Energie intuitiv verstehen – ohne technische Umwege.
Dazu gehören heute auch klare Visualisierungen von PV-Ertrag, Batteriespeicher, Netzbezug, Einspeisung, Wallbox und Verbrauch. Was früher Pionierarbeit war, muss heute zuverlässig, schnell und selbstverständlich funktionieren.
Historische Architektur, moderne Gebäudetechnik
Auch historische Villen und Bestandsgebäude lassen sich zu anspruchsvollen KNX-Smart-Homes weiterentwickeln. Die Herausforderung liegt nicht nur in der Technik, sondern im respektvollen Umgang mit vorhandener Architektur, massiven Bauteilen, fehlenden Bestandsplänen und individuellen Nutzungsvorstellungen.
Gerade im Bestand braucht es eine präzise Konzeption: Welche Funktionen sind sinnvoll? Wo können Leitungen geführt werden? Welche vorhandenen Strukturen lassen sich nutzen? Wie werden Heizung, Licht, Sicherheit, Tür- und Fensterkontakte, Visualisierung und Bedienung integriert, ohne den Charakter des Gebäudes zu zerstören?
Solche Projekte erfordern Erfahrung, Abstimmung mit allen Gewerken und häufig individuelle Detaillösungen. Nicht alles kommt aus dem Katalog – vieles entsteht aus Planung, Baustellenpraxis und dem Verständnis für das jeweilige Gebäude.
Von der ersten Konzeption bis zur Inbetriebnahme können bei größeren privaten Bauvorhaben 18 bis 24 Monate vergehen. Entscheidend ist, dass technische Entscheidungen früh getroffen und für alle Beteiligten nachvollziehbar dokumentiert werden.
Smart-Home-Villa: mehr als ein großes EFH
In den vergangenen Jahren haben wir uns immer stärker auf anspruchsvolle Smart-Home-Villen, Architektenhäuser und private Wohnhäuser spezialisiert. Auslöser waren Bauherrenprojekte mit hoher technischer Komplexität – und Anfragen von Architekten, die für ihre Kunden eine präzise Smart-Home-Konzeption suchten.
Eine Smart-Home-Villa ist nicht einfach ein normales Einfamilienhaus in größerem Maßstab. Sie stellt höhere Anforderungen an Planung, Ausstattung, Schnittstellen und Bedienung: mehr Räume, mehr Gewerke, mehr Lichtgruppen, mehr Beschattung, mehr Sicherheit, mehr Audio, mehr Energieintegration – und deutlich weniger Toleranz für technische Kompromisse.
Entscheidend ist deshalb eine frühe, gewerkeübergreifende Planung. Architektur, Innenarchitektur, Licht, KNX, Sicherheit, Raumklima, Audio, Visualisierung, Energie und Infrastruktur müssen von Anfang an zusammen gedacht werden.
Anspruchsvolle Bauherren erwarten keine Standardlösung. Sie erwarten eine Planung, die Architektur, Innenarchitektur, Gebäudetechnik, Sicherheit, Komfort und Bedienung zuverlässig zusammenführt.
Dafür braucht es Herstellerneutralität, Erfahrung mit realen Baustellen und die Fähigkeit, viele Gewerke frühzeitig technisch aufeinander abzustimmen.
Smartest Home Meilensteine
2007
Die Anfänge
Frank Völkel beginnt mit der Konzeption, Planung und Programmierung seines eigenen KNX-Neubaus in München. Vernetzte Gebäudetechnik im privaten Wohnbau ist noch Pionierarbeit
2008
Erstes eigenes KNX-Smart-Home
Das eigene Privathaus wird als konsequent vernetztes KNX-Smart-Home fertiggestellt. Architektur, Gebäudetechnik, Licht, Beschattung, Zutritt, Visualisierung und Raumklima bilden ein stimmiges Gesamtkonzept
2013
Filmkulisse „Dampfnudelblues“
Das eigene KNX-Haus wird als Drehort für den Kinofilm „Dampfnudelblues“ genutzt. Architektur, Visualisierung, automatisierte Beschattung und die futuristische Ausstattung sorgen für Aufmerksamkeit
2016
Gründung von Smartest Home
Aus dem eigenen Pionierprojekt, Fachwissen und ersten Bauherrenanfragen entsteht Smartest Home als Dienstleister für anspruchsvolle KNX-Smart-Homes im D-A-CH-Raum
2023
Standort am Starnberger See
Smartest Home arbeitet vom Standort Berg am Starnberger See aus für anspruchsvolle Bauherren, Architekten und Innenarchitekten im gesamten D-A-CH-Raum
2024
Inbetriebnahme über 13.595 km Entfernung
Programmierung und technische Begleitung eines komplexen Gebäudes mit Licht, Heizung, Lüftung und Klima aus 13.595 km Entfernung – zwischen Bayern und Perth/Australien
Vertrauen
Viele unserer Bauherren sind Unternehmer oder Persönlichkeiten mit sehr individuellen Vorstellungen von Architektur, Komfort, Sicherheit und Privatsphäre. Sie erwarten keine Standardlösung, sondern eine technische Planung, die zu ihrem Haus, ihrem Alltag und ihrem Anspruch passt.
Vertrauen entsteht in solchen Projekten durch Diskretion, klare Planung, technische Sorgfalt und verlässliche Begleitung. Wir stimmen uns mit Architekten, Innenarchitekten, HLS-Planern, Elektrikern, Lichtplanern, Küchen-, Bad-, Garten- und Poolplanern ab – und behalten dabei das technische Gesamtsystem im Blick.
Genau diese Verantwortung prägt unsere Arbeit: anspruchsvolle KNX-Smart-Homes so zu planen, dass sie zuverlässig funktionieren, intuitiv bedienbar bleiben und auch nach vielen Jahren noch wartbar und nachvollziehbar sind.