Was kostet ein Haus? Aufteilung Baukosten pro Quadratmeter – Folge 165

 

  1. Wie kann ich Kosten sparen und trotzdem hochwertig bauen? Wie senke ich geschickt die Baukosten pro qm bei einem Wohnhaus? 

Wir zeigen anhand von Beispielen, wie hoch die Baukosten bei einem Einfamilienhaus oder größeren Wohnhaus ausfallen und wo es Potenzial für Einsparungen gibt.

Wer sein Haus kosteneffizient bauen will, muss von Beginn an bewusst und optimiert planen. 

Folgende Fragen sollten wir uns stellen:

Wie schaffen wir möglichst viel Raum für möglichst wenig Baukosten? 

Wie groß soll das Gebäude werden? 

Wieviele Stockwerke soll es haben?

Keller vs Kein-Keller

Kosten ganz einfach: Zwischen 1500 und 2000 Euro/qm muss man rechnen, um Objekt im Neubau

z.B. 200 qm Wohnhaus:

 

Rohbau 750 Euro

Ausbau 600 Euro

Technik 350 Euro

 

Einrichtung Ausstattung 290 Euro

Die vier übergeordneten Bauphasen:

Rohbau = Keller, Wände, Treppen, Dach, Technikschacht 900 Euro/qm

Ausbau: Bodenaufbau, Trockenbau, Putz- und Malerarbeiten, Fenster, Türen = 600 Euro/qm

Technik (Sanitär, Elektro, Lüftung, Heizung, Solar, PV) = 350 Euro /qm

Einrichtung Ausstattung (Küche, Bäder, Beleuchtung, KNX-Sensorik): 290 Euro/qm

Außenanlagen + Garten: 

Haustür und Fenster/raumhohe Verglasung

Quadratmeter Wohnhaus zwischen: 1500 Euro und 2500 Euro

Kellerarten: 

a) Hochkeller außerhalb des Grundwassers

b) Keller im Grundwasser

c) Grundplatte statt Keller

Pro Keller: 

Marktwert steigt, 30% zusätzliche Nutzfläche, Mehrkosten 10% Baukosten,

ohne Keller brauche ich Ersatzflächen: Technikraum, Wäscheraum, HWR

nicht nachrüstbar

Waöserundurchlässug ausgeführt

Aushub notwendig

Rohbau: Einsparung ohne Abstiche bei der Bauqualität

Wohnfläche optimal wie möglich nutzen. Je einfacher und kompakter die Hausform ist umso günstiger wird es. Ein Gebäude ohne Vorsprünge ist günstiger als ein Haus mit vielen Vorsprüngen und Erkern. 

Durch gute Konzeption/Planung kann auch mit weniger Wänden ein großzügiges Haus entstehen. 

  • Außenwände (Hausform)
  • Innenwände (Raumaufteilung, Architektur)
  • Innentüren, Badezimmer
  • offene Grundrisse: zusammengelegte Räume, Mehrfachnutzung, Verzicht auf Gänge helfen Baukosten zu sparen und auch Innenwände und Innentüren können damit eingespart werden.
  • Anzahl Stockwerke: Bungalow oder zweigeschossig ist auch eine Frage des Geldes: ein Stiegenhaus benötigt zusätzlichen Raum, wenn ebenerdig gebaut wird kann dieser gespart werden. Ebenso entfällt die Zwischendecke. 
  • Treppe: Außentreppen sind günstiger, wenn kein Treppenhaus herum gebaut wird und daher keine Wohnfläche in Anspruch genommen wird
  • Sanitäranlagen: geschickte Anordnung spart Kosten. Wenn Bäder und Küchen übereinander oder nebeneinander liegen, können Leitungslängen optimiert werden.
    Dachform: Pult- oder Satteldach sind die einfachsten und günstigsten Dachformen. Wenn die Spannweite nicht zu groß ist, kommt die Dachkonstruktion auch günstiger.
  • Ausbau: Einsparung ohne Qualitätsverlust
  • Bei fast allen Bauteilen steht man vor der Entscheidung zwischen günstigen und teuren Lösungen. 
  • Soll man die günstigen Fenster oder die teuren Fenster nehmen? 
  • Den billigen Bodenbelag oder den hochpreisigen? 
  • Treffe diese Entscheidungen mit Bedacht!
  • Auf keinen Fall sollte die Qualität des Hauses beeinträchtigt werden und schon gar nicht die „Bausubstanz“. 
  • Eine hochwertige Bauweise punktet durch ein besseres Raumklima und der Wert des Bauwerks bleibt über 50 Jahre erhalten.

Dennoch kannst du dich bei manchen Punkten getrost für die  günstige Variante entscheiden, ohne das die Qulität darunter leidet. Vor allem bei Dingen die sich Diese lassen sich später, in weiteren Ausbauschritten noch nach Belieben austauschen:

  • Fußbodenbeläge können sehr stark im Preis variieren. Günstige Alternativen zu den klassischen Belägen, sind zB: Industrieparkett, Industrieestrich, Estrich mit Anstrich, Linoleumboden. Aber auch Eichenvollholzdielen können günstig sein. Vergleichen lohnt sich. Und die Qualität muss nicht schlecher sein als bei teuren Designerböden.
  • Fliesen: Gefliesten Bereiche in Bad und WC können auf das notwendigste reduzieren. Eine günstige Lösung ist es, in weniger kritischen Bereichen die Wände nicht zu verfliesen, sondern wasserdicht zu streichen.
  • Bei der Einrichtung von Küche und Bad kann ebenfalls viel gespart werden. Die Bausubstanz wird nicht beeinträchtigen und ein späteres Nachrüsten ist problemlos möglich.
  • Fenster: besser wenige große als viele kleine Fenster. Nicht sparen solltest du hingegen bei der Qualität der Fenster und der Fensterrahmen.
  • Decken- und Wandoberflächen können auch offen und unverputzt oder unverkleidet bleiben. Sichtbetondecken oder sichtbare Holzbalkendecken machen auch optisch was her. 
  • Innenwände aus Gipskarton können günstiger sein als massive Innenwände. Wenn der Trittschall-schutz der einzelnen Räume nicht ganz so wichtig ist, dann können die Gipskartonwände auch auf den fertigen Boden gestellt werden und die Raumaufteilung bleibt flexibel. Mit ein wenig handwerklichem Geschick, können diese Arbeiten auch selbst ausgeführt werden.
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  • EINSPARUNG DURCH EIGENLEISTUNG UND STUFENWEISEN AUSBAU

Je nachdem wie deine Bereitschaft und Befähigung ist die Planung und den Bau selbst zu organisieren und wieviel Zeit du dafür investieren möchtest.